Hilfen zur Mobilität in Landau – Fahrkarten zur Nutzung des Nahverkehrs

Als weiteres Angebot einer Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft bietet Silberstreif ab September unter anderem Tickets zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in Landau an.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Den Senioren unseres Kundenkreises werden bei glaubhaft gemachtem Bedarf Fahrscheine zur Nutzung der hiesigen Verkehrsträger, nämlich der Busse und – auf der Linie von und nach Godramstein – auch der Bahn, ausgehändigt.

Wer in seiner körperlichen Beweglichkeit eingeschränkt ist, soll die Möglichkeit erhalten, mit dem Omnibus oder der Bahn zu seinem Ziel zu gelangen. Dies gilt beispielsweise für Besuche bei Ärzten, zum Aufsuchen einer Apotheke oder Ähnlichem. Aber auch die Fahrt zu einem kulturellen Ereignis, sei es Theater, Konzert oder Kino soll ebenso ermöglicht werden, wie ein Besuch im Zoo.

Die Fahrkarten gelten für das Stadtgebiet von Landau und alle Stadtdörfer. Je nach Bedarf werden Einzelfahrscheine ausgegeben.

Immer donnerstags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr können über 60-jährige Senioren, die Grundsicherung erhalten, im Seniorenbüro in der Waffenstraße 5 diese Tickets erhalten.

Für lokale oder regionale Fahrten zu Zielen, die mit diesen Tickets des öffentlichen Nahverkehrs nicht erreichbar sind, bietet Silberstreif eine andere Unterstützung an. Wenn aus gesundheitlichen Gründen eine Fahrt erforderlich ist, hat unser Verein die Möglichkeit ein örtliches Taxiunternehmen mit dem Transport zu beauftragen.

Schön wars – Unsere Fahrt ins Blaue

Wolkenloser Himmel, warmes Hochsommerwetter – Bedingungen die geradezu zu einem Ausflug einladen. Rund 50 Personen kann unsere Vorsitzende Christine Baumann auf dem alten Messplatz in Landau begrüßen und sich bei ihnen bedanken, dass sie nicht nur bestes Wetter, sondern auch erkennbar gute Laune mitgebracht haben. Eingeladen zu einem sommerlichen Ausflug hatte Silberstreif Kunden unseres Vereins, aber auch Frauen und Männer unserer Netzwerkpartner.

Über die vielfältigen materiellen Hilfen, die Silberstreif älteren Mitbürgern anbietet, ist ein weiterer Zweck des Vereins, unserem Adressatenkreis auch Möglichkeiten der Teilhabe an Freizeitaktivitäten zu ermöglichen. So lag der Gedanke nicht fern, neben dem beliebten Osteressen einen Sommerausflug anzubieten.

Mit zwei Omnibussen ging es durch das Queichtal nach Hauenstein. Dort war der als Ausflugsort sehr beliebte Paddelweiher das Ziel. Nach dem gemeinsamen Mittagessen war Gelegenheit die Umgebung zu erkunden, eine Bootsfahrt zu unternehmen, an einer Führung durch das Schuhmuseum teilzunehmen oder bei dem herrlichen Wetter im Biergarten oder am Ufer des Weihers zu entspannen. Danach wurden uns zum Kaffee die verschiedensten Kuchen angeboten.

Ein schönes Zeichen, dass es unseren Gästen gut gefallen hat: Auf der Heimfahrt wurde im Omnibus das eine oder andere Lied angestimmt.

Das Fazit: Unser Vorstandsmitglied Artur Hackert hatte unseren Sommerausflug hervorragend organisiert. Ihm galt dann auch ein ganz besonderer Dank aller Ausflügler. Den Wunsch auf Wiederholung im kommenden Jahr hat er sicher gerne gehört.

… und solcher Dank freut uns sehr:

Sehr geehrtes Team vom „Silberstreif“,

hier sind einige Gedanken von mir, angeregt durch einen rund um zufriedenen und glücklichen Menschen Herrn K.
Herrn K. tat es sehr gut einen Tag ohne Schwerpunkt „Krankheit“ zu erleben! Für ihn war dieser Aspekt an diesem Tag ausgeblendet. Was dazu führte, dass ein Lächeln im Gesicht mich begrüßte.
Es folgte eine tolle Erzählung von Erlebnissen. Einiges davon möchte ich hier wiedergeben . So war die Fahrt nach Hauenstein schon ein Erlebnis. Der Bus, die Busse, ein gut gelaunter und lustiger Busfahrer, eine kurzweilige Fahrt, schon wartende Menschen auf einen gemeinsamen Tag stärkten ein Wir-Gefühl!
Bei dieser Fahrt traf Herr K. auf eine Schulfreundin , die er lange nicht gesehen hatte!
Ebenso bekam er neuen Lebensmut und Lebensstärke durch eine ältere Dame mit Rollator. Diese Dame überzeugte Herrn K. durch ihre Stärke, trotz Rollator das Leben anzunehmen und mit zu gehen. Herr K. beschäftigt sich oft mit der Angst vor dem Alter und den Gebrechlichkeiten im Alter. Diese Dame als Vorbild hält er im Herzen.
Herr K. erlebte Hauenstein, die Gaststätte, das Museum als behindertenfreundlich.
Für Herrn K. war es ein Hochgefühl so viel essen zu können ,wie er wollte. Mit Genuss erzählte er von einem tollen Mittagessen und Kuchen so viel er wollte! Und alles hat wunderbar geschmeckt!
Und da war noch der Weiher. Dies war schon vorher ein großes Gesprächsthema.
Die Fabrik erinnerte an seine Arbeitszeit. Ich erfuhr von Sohlen bürsten, Leisten entfernen, Absätze stampen. Die Erinnerung kam zurück und machte glücklich. Glücklich machten auch die Bilder aus „alten Tagen. Alte Mofas, alte Fahrräder, Persil-Packungen und so vieles mehr.
Sie haben eine riesengroße Bereicherung im Leben eines sehr zurückgezogenen Menschen geschafft. Ich gratuliere Ihnen und danke für diese Einrichtung.
Allen Akteuren dieses Ausfluges sei ein ganz großer Dank geschuldet.
Ich bitte Sie, diesen Dank an Busunternehmen, Gaststätte, Gemeinde Hauenstein (Fabrik) und natürlich allen Ihrer Ehrenamtlichen weiter zu geben.

Mit dankbaren Grüßen
E. K.

Ministerpräsidentin zu Gast bei Silberstreif

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer war im Rahmen ihrer „Im Land daheim-Tour“, bei der sie ehrenamtliche Projekte besucht, bei uns zu Gast. Nach ihren Worten will sie mit diesen Besuchen das Ehrenamt und das bürgerliche Engagement würdigen und den Menschen für ihre Arbeit danken. Sie hob dabei die „Kultur der Solidarität“ hervor und betonte mit Blick auf den Einsatz der Ehrenamtler weiter: „Sie alle verdienen dafür Respekt, Anerkennung und ein riesengroßes Dankeschön.“

Bei Silberstreif informierte sie sich über unsere Angebote und Leistungen, die ihr von unserer Vorsitzenden, Christine Baumann, vorgestellt wurden. Themen waren auch unser Netzwerk, die „Teilhabe“-Angebote und unsere Planungen für künftige Aktionen. Aus erster Hand wurde ihr von einer unserer Kundin über die ihr zuteil gewordene und dankend angenommene Hilfe berichtet. Die Ministerpräsidentin zeigte sich beeindruckt und meinte: „Sie leben Solidarität, stellen die Würde des Menschen in den Mittelpunkt und fördern dadurch unsere Gemeinschaft.“

Fotos: Peter Pulkowski – Staatskanzlei